Hörstörungen stellen eine der häufigsten Krankheiten in unserer Gesellschaft dar. Sie betreffen alle Altersklassen und können vielfältige Ursachen haben. Die Ausprägung der Störung kann von leichter Schwerhörigkeit bis zur Gehörlosigkeit reichen.
An unserer Klinik sind alle Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung der verschiedenen Schweregrade einer Hörstörung gegeben. Das Spektrum der Versorgung reicht dabei von der medikamentösen Therapie bei akuter Hörstörung über hörverbessernde Operationen bis zur operativen Versorgung mit Hörimplantaten. Je nach Art und Ausprägung der Hörstörung kommen Cochlea Implantate,  Mittelohrimplantate oder Knochenleitungshörsysteme zur Anwendung.

Ob Sie für sich selbst oder Ihr Kind eine Untersuchung und Beratung hinsichtlich der Behandlungsmöglichkeiten einer Schwerhörigkeit in Erwägung ziehen – wir würden uns freuen, Sie bei uns als Patienten begrüßen zu dürfen. Gerne nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und Sorgen, planen die notwendigen Untersuchungen und besprechen mit Ihnen alles, was mit ihrer Hörstörung und der ins Auge gefassten Versorgung zusammenhängt. Lassen Sie sich von uns begleiten auf dem Weg zum „neuen Hören“.

Cochlea Implantat

Cochlea Implantate sind für gehörlose und resthörige Kinder sowie ertaubte und resthörige Erwachsene geeignet, deren Innenohr (Cochlea) nicht  oder nicht mehr funktioniert, bei denen aber der Hörnerv und die zentrale Hörverarbeitung intakt sind. Der Hörnerv wird hierbei elektrisch über ein implantiertes Elektrodenarray stimuliert. Cochlea Implantate kommen sowohl bei beid- als auch bei einseitiger Hörstörung zum Einsatz.

Wir verwenden folgende Systeme:

  • Nucleus Freedom, CI512, CI522 mit Audioprozessor CP 910, CP920 sowie Kanso (Fa. Cochlear)
  • Synchrony mit Audioprozessor Sonnet (Fa. MED-EL)
  • Concerto mit Audioprozessor OPUS 2 und RONDO (Fa. MED-EL)
  • HiRes 90K Advantage Implantat mit Audioprozessor Naída CI oder Neptune (Fa. Advanced Bionics)

Nach oben

weitere Informationen

EAS (Elektro Akustische Stimulation) / Hybrid

EAS (Elektro Akustische Stimulation) bzw. Hybrid ist eine spezielle Form der Cochlea- Implantat-Versorgung für Patienten mit relevantem Tieftonrestgehör und hochgradiger Hörstörung im Bereich der mittleren und hohen Frequenzen. Dabei wird eine verkürzte Elektrode in die Hörschnecke eingeführt, über welche die mittleren und hohen Frequenzen mittels elektrischer Stimulation vermittelt werden, während die tiefen Frequenzen akustisch über einen Hörgeräteteil im Sprachprozessor dargeboten werden.

Wir verwenden folgende Systeme:

  • Hybrid N6 (Fa. Cochlear)
  • Sonnet EAS (Fa. MED-EL)
  • Naida CI Q90 EAS (Fa. Advanced Bionics)

Nach oben

Auditorisches Hirnstammimplantat

Hirnstammimplantate sind, ähnlich wie Cochlea Implantate, technische Hörprothesen. Patienten mit einer Taubheit aufgrund eines beiderseits funktionslosen Hörnerven kann das Hirnstammimplantat durch eine elektrische Reizung am noch funktionsfähigen Hörnervenkern wieder Hören und Sprachverstehen ermöglichen.
Die Funktionsweise ist vergleichbar mit der eines Cochlea Implantats. Das Hirnstammimplantat unterscheidet sich jedoch  durch den gewählten Ort der elektrischen Stimulation. Im Gegensatz zum CI wird die Stimulationselektrode nicht in das Innenohr (Cochlea) platziert, sondern an die akustisch relevanten Areale des Hirnstamms. Die Operation wird durch ein interdisziplinäres Team aus HNO- und Neurochirurgen durchgeführt.

Mittelohrimplantat

Mittelohrimplantate, auch implantierbare Hörgeräte genannt, sind eine Alternative für herkömmliche Hörgeräte zur Versorgung gering- bis mittelgradiger Innenohrhörstörung sowie von Schallleitungs- und kombiniertem Hörverlust. Sie sind geeignet für Schwerhörige, die aus unterschiedlichen Gründen  mit konventionellen Hörgeräten nicht bzw. nicht zufriedenstellend versorgbar sind (z.B. chronische Gehörgangsentzündung, chronisches Gehörgangsekzem, operativ auf andere Weise nicht versorgbare Schallleitungshörstörung). Über Mittelohrimplantate wird entweder die Gehörknöchelchenkette direkt mechanisch in Schwingungen versetzt oder auch das Innenohr durch direkte Ankopplung an das runde oder ovale Fenster unmittelbar angeregt. Sie sind nicht geeignet für gehörlose oder ertaubte Patienten.

Wir verwenden folgende Systeme:

  • Vibrant Soundbridge mit Audioprozessor SAMBA (Fa. MED-EL)
  • Carina [vollimplantierbar] (Fa. Cochlear)
  • MET mit Button Soundprozessor (Fa. Cochlear)

Nach oben

Knochenleitungs-Implantat

Knochenleitungs-Implantatsysteme werden bei nicht operablen Schallleitungs- und kombinierten Hörverlusten, bei Patienten mit Missbildungen des Außen- oder Mittelohres sowie als eine Option bei hochgradiger einseitiger Hörstörung verwendet.
Dabei unterscheidet man die klassischen knochenverankerten Hörgeräte (Bone Anchored Hearing Aid), bestehend aus implantiertem Knochenanker und extern angekoppeltem Knochenleitungshörgerät, und einem aktiven Knochenleitungsimplantatsystem (BONEBRIDGE), bestehend aus vollständig unter der Haut liegendem Implantat und externem Audioprozessor.

Wir verwenden folgende Systeme:

  • BONEBRIDGE mit Audioprozessor SAMBA BB (Fa. MED-EL)
  • BAHA (Fa. Cochlear)
  • Ponto (Fa. Oticon Medical)

Nach oben

Lageplan zum Download

Lageplan zum Download