Forschung | Otologie

Die Beschäftigung mit dem Ohr und seinen Erkrankungen stellt einen unserer Forschungsschwerpunkte dar und ist mit mehreren Arbeitsgruppen und Projekten vertreten.

Arbeitsgruppe Cochlear Implant

Untersuchungen zur Lebensqualität, Tinnitusbelastung, Stress und Komorbiditäten bei postligual ertaubten, resthörigen sowie bei einseitig ertaubten Patienten.

Beeinflussung dieser Parameter und des Sprachverstehens durch Versorgung mit einseitigem bzw. beidseitigem Cochlear Implantat (CI), durch bimodale Versorgung und EAS-Versorgung.

Aktuelle Projekte

  • Tinnitus suppression after cochlear implantation- a multifactorial prospective study (Förderung durch Cochlear Europe Ltd, United Kingdom, London)
  • Cochlear Implant – Einfluss auf Tinnitus, Stress und Komorbiditäten unter Beachtung verschiedener Versorgungsmodalitäten
  • Benefit der CI-Versorgung älterer Patienten (>70a) unter besonderer Beachtung der Aspekte QoL, Tinnitus, Stress, Komorbiditäten
  • Bilaterale CI-Versorgung- Untersuchungen zum Sprachverstehen und Richtungshören und darüber hinausgehende Effekte

Arbeitsgruppe Elektrophysiologie

Evaluierung und Entwicklung elektrophysiologischer Methoden zur Untersuchung hochgradig sensorineural Hörgestörter im Rahmen der uni- und bilateralen Cochlear Implant-Versorgung

Aktuelle Projekte

  • Aussagekraft und klinische Anwendbarkeit der EAMFR (Electrically Evoked Amplitude Modulation Following Responses–Auditory) als nicht invasiver Hörnervenfunktionstest bei CI-Kandidaten
  • Korrelation von E-AMFR und ART bei Cochlea Implantation (Förderung durch MedEL Deutschland GmbH)
  • Noninvasive test of the auditory nerve function with Electrically Evoked Amplitude Modulation Following Responses (E-AMFR) in prediagnosis of cochlear implantcandidates (Förderung durch Cochlear Europe Ltd, United Kingdom, London)
  • Vergleich E-AMFR, subjektiver Test und NRT´s bei CI-Patienten und Untersuchungen zur Altersabhängigkeit der E-AMFR bei CI-Kandidaten

Molekularbiologisches Forschungslabor

Schwerhörigkeit ist eine der häufigsten sensorischen Störungen des Menschen. Durch die Fortschritte der molekularen Biologie, der Genetik und der Physiologie können die Ursachen und Entstehungsmechanismen der Schwerhörigkeit und Ertaubung im Tiermodell besser verstanden werden. Ziele unserer Arbeitsgruppe sind ein besseres Verständnis der normalen Funktion der Hörsinneszellen im Innenohr sowie die Aufklärung von Störungen der Haarzellfunktion, die zu Schwerhörigkeit bis hin zur Ertaubung führen können.

Aktuelle Projekte

Rolle von Lärm, Hypoxie und Ischämie bei der Entstehung von Schwerhörigkeit und Tinnitus

Expression des Transkriptionsfaktors HIF-1 und der HIF-1 regulierten Gene im Innenohr

Expression von Prestin mRNA in vitro in der organotypischen Kultur der Ratte in vivo in der Cochlea der Ratte nach LärmbelastungModulation der Expression von HIF-1alpha bzw. Zielgenen mittels siRNA mit dem Ziel, die Überlebensrate von Haarzellen zu beeinflussen

Stressmodell und Genexpression in der Cochlea

Experimentelle Pathophysiologie und Therapie von lärm- und ischämiebedingten Innenohrschäden

Einfluss von Stress, Salizylat und Lärm auf das auditorische System der Ratte (Förderung durch Sonnenfeld-Stiftung)

Die Rolle von Stress und Altern bei der Entstehung und Behandlung von Erkrankungen des auditorischen Systems (Förderung durch BMBF, Projektträger DLR, Zusammenarbeit mit Polen)

Entwicklung eines In-vitro-Diagnostikums zur Diagnose von Autoimmune Inner Ear Disease (AIED), (Förderung durch Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Projektträger ZiM)

Funktionsstörungen des Gehörs und Stress (Förderung durch BMBF Network Circum Mare Balticum, Projektträger DLR, Zusammenarbeit mit Polen und Schweden)

Untersuchungen zur synaptischen Plastizität bei Taubheit

Kooperationen

  • Prof. Kietzmann, Institut für Biochemie und Molekularische Zellbiologie, Göttingen HIF-Expression
  • Prof. Knipper, Zentrum für Hörforschung, Universitäts-HNO-Klinik Tübingen Prestin-Protein nasch Ischämie und Lärm
  • Prof. K. Andersson und Mario Herrera-Marschitz, Karolinska-Institute, Stockholm Genexpression im Mesencephalon
  • Prof. Dr. B. F. Klapp, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik und Psychotherapie, Charité- Universitätsmedizin Berlin Stressmodell, Veränderung der Genexpression für die Entstehung des zentralen Tinnitus

Forschungsdatenbank

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