Hörimplantate: Ansicht eines Ohrmodells

Hörimplantate der HNO-Klinik

Die Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde bietet alle Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung der verschiedenen Schweregrade einer Hörstörung: Das Spektrum der Versorgung reicht dabei von der

  • medikamentösen Therapie bei akuter Hörstörung über
  • hörverbessernde Operationen bis zur
  • operativen Versorgung mit Hörimplantaten.

Je nach Art und Ausprägung der Hörstörung kommen Cochlea Implantate,  Mittelohrimplantate oder Knochenleitungshörsysteme zur Anwendung.

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Hörimplantate

Hörstörungen stellen eine der häufigsten Krankheiten in unserer Gesellschaft dar. Sie betreffen alle Altersklassen und können vielfältige Ursachen haben. Die Ausprägung der Störung kann von leichter Schwerhörigkeit bis zur Gehörlosigkeit reichen.
An der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde sind alle Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung der verschiedenen Schweregrade einer Hörstörung gegeben: Das Spektrum der Versorgung reicht dabei von

  • der medikamentösen Therapie bei akuter Hörstörung über
  • hörverbessernde Operationen bis zur
  • operativen Versorgung mit Hörimplantaten.

Je nach Art und Ausprägung der Hörstörung kommen Cochlea Implantate,  Mittelohrimplantate oder Knochenleitungshörsysteme zur Anwendung.

Ob Sie für sich selbst oder Ihr Kind eine Untersuchung und Beratung hinsichtlich der Behandlungsmöglichkeiten einer Schwerhörigkeit in Erwägung ziehen – wir freuen uns, Sie bei uns als Patienten zu begrüßen. Gerne nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und Sorgen, planen die notwendigen Untersuchungen und besprechen mit Ihnen alles, was mit ihrer Hörstörung und der ins Auge gefassten Versorgung zusammenhängt. Lassen Sie sich von uns begleiten auf dem Weg zum "neuen Hören".

Cochlea Implantate

Cochlea Implantate sind für gehörlose und resthörige Kinder sowie ertaubte und resthörige Erwachsene geeignet, deren Innenohr (Cochlea) nicht oder nicht mehr funktioniert, bei denen aber der Hörnerv und die zentrale Hörverarbeitung intakt sind. Der Hörnerv wird hierbei elektrisch über ein implantiertes Elektrodenarray stimuliert. Cochlea Implantate kommen sowohl bei beid- als auch bei einseitiger Hörstörung zum Einsatz.

Die HNO-Klinik verwendet folgende Systeme:

  • Nucleus Freedom, CI512, CI522 mit Audioprozessor CP 910, CP920 sowie Kanso (Fa. Cochlear)
  • Synchrony mit Audioprozessor Sonnet (Fa. MED-EL)
  • Concerto mit Audioprozessor OPUS  2 und RONDO  (Fa. MED-EL)
  • HiRes 90K Advantage Implantat mit Audioprozessor Naída CI oder Neptune (Fa. Advanced Bionics)

EAS (Elektro Akustische Stimulation) / Hybrid

EAS (Elektro Akustische Stimulation) bzw. Hybrid ist eine spezielle Form der Cochlea-Implantat-Versorgung für Patienten und Patientinnen mit relevantem Tieftonrestgehör und hochgradiger Hörstörung im Bereich der mittleren und hohen Frequenzen.

Dabei wird eine verkürzte Elektrode in die Hörschnecke eingeführt, über die die mittleren und hohen Frequenzen mittels elektrischer Stimulation vermittelt werden. Gleichzeitig werden die tiefen Frequenzen akustisch über einen Hörgeräteteil im Sprachprozessor übermittelt.

Die HNO-Klinik verwendet folgende Systeme:

  • Hybrid N6 (Fa. Cochlear)
  • Sonnet EAS (Fa. MED-EL)
  • Naida CI Q90 EAS (Fa. Advanced Bionics)

Auditorisches Hirnstammimplantat

Hirnstammimplantate sind, ähnlich wie Cochlea Implantate (CI), technische Hörprothesen: Sie ermöglichen  Patienten und Patientinnen mit einer Taubheit aufgrund eines beiderseits funktionslosen Hörnervs durch eine elektrische Reizung am noch funktionsfähigen Hörnervkern wieder Hören und Sprachverstehen.

Die Funktionsweise ist vergleichbar mit der eines Cochlea Implantats. Das Hirnstammimplantat unterscheidet sich jedoch durch den gewählten Ort der elektrischen Stimulation. Im Gegensatz zum CI wird die Stimulationselektrode nicht in das Innenohr (Cochlea) platziert, sondern an die akustisch relevanten Areale des Hirnstamms. Die Operation wird durch ein interdisziplinäres Team aus HNO- und Neurochirurgen durchgeführt.

Mittelohrimplantat

Mittelohrimplantate, auch implantierbare Hörgeräte genannt, sind eine Alternative für herkömmliche Hörgeräte. Sie sind bei

  • gering- bis mittelgradiger Innenohrhörstörung sowie
  • bei Schallleitungs- und
  • kombiniertem Hörverlust.

Sie sind geeignet für Schwerhörige, die aus unterschiedlichen Gründen mit konventionellen Hörgeräten nicht zufrieden sind, z.B.: bei

  • chronischer Gehörgangsentzündung,
  • chronisches Gehörgangsekzem oder
  • bei operativ auf andere Weise nicht versorgbare Schallleitungshörstörung.

Über Mittelohrimplantate wird entweder die Gehörknöchelchenkette direkt mechanisch in Schwingungen versetzt oder auch das Innenohr durch direkte Ankopplung an das runde oder ovale Fenster unmittelbar angeregt. Sie sind nicht geeignet für gehörlose oder ertaubte Patienten.

Die HNO-Klinik verwendet folgende Systeme:

  • Vibrant Soundbridge mit Audioprozessor SAMBA (Fa. MED-EL)
  • Carina [vollimplantierbar] (Fa. Cochlear)
  • MET mit Button Soundprozessor (Fa. Cochlear)

Knochenleitungsimplantat

Knochenleitungsimplantate werden bei

  • nicht operablen Schallleitungs- und kombinierten Hörverlusten,
  • bei Patienten und Patientinnen mit Missbildungen des Außen- oder Mittelohres sowie
  • als eine Option bei hochgradiger einseitiger Hörstörung verwendet.

Dabei unterscheidet man die klassischen knochenverankerten Hörgeräte (Bone Anchored Hearing Aid), bestehend aus implantiertem Knochenanker und extern angekoppeltem Knochenleitungshörgerät, und einem aktiven Knochenleitungsimplantatsystem (BONEBRIDGE), bestehend aus vollständig unter der Haut liegendem Implantat und externem Audioprozessor.

Die HNO-Klinik verwendet folgende Systeme:

  • BONEBRIDGE mit Audioprozessor SAMBA BB (Fa. MED-EL)
  • BAHA (Fa. Cochlear)
  • Ponto (Fa. Oticon Medical)