Erkrankungen der Speicheldrüsen

Typische Erkrankungen der Speicheldrüsen sind:

  • Entzündungen (Sialadenitis)
  • Steinbildung (Sialolithiasis)
  • Tumoren
  • Autoimmunerkrankungen

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Erkrankungen der Speicheldrüsen

Es gibt drei verschiedene Speicheldrüsen, die sich durch Lage und Größe voneinander unterscheiden:

  • die Ohrspeicheldrüse,
  • die Unterkieferspeicheldrüse und
  • die Unterzungenspeicheldrüse.

Beschwerden an den Speicheldrüsen zeigen sich meist durch eine ein- oder beidseitige Schwellung vor dem Ohr, am Kieferwinkel oder seitlich unter dem Unterkiefer. Derartige Schwellungen können sehr schmerzhaft sein, vor allem bei der Nahrungsaufnahme. Oft sind hier Steinbildungen in den Ausführungsgängen mit einer Abflussstörung des Speichels die Ursache.

Auch kann es bei Erkrankungen in diesem Bereich zu einer Veränderung des Speichels, zu Mundtrockenheit oder – vor allem bei bösartigen Tumoren – zu einer halbseitigen Gesichtslähmung kommen. Die meisten Tumoren der Speicheldrüsen sind jedoch gutartig.

Diagnose von Erkrankungen der Speicheldrüsen

Die Untersuchungsmöglichkeiten der Speicheldrüsen sind vielfältig:

  • Neben einer klinischen Untersuchung wird in der Regel zusätzlich ein Ultraschall durchgeführt.
  • Sind weitere bildgebende Verfahren nötig – z. B. Kernspin (MRT), Computertomographie (CT), Röntgenaufnahmen oder Szintigraphie –, erfolgt eine gesonderte Terminvereinbarung.
  • Gelegentlich ist zur Diagnostik zudem eine Probeentnahme von Speicheldrüsengewebe erforderlich. Auch hierfür ist eine Wiedervorstellung zu einem neuen Termin üblich.

Therapie von Erkrankungen der Speicheldrüse

Ein Stein oder eine Engstelle lässt sich in vielen Fällen durch eine Speichelgangspiegelung (Sialendoksopie) sowohl diagnostizieren als auch sofort behandeln. Dies kann in örtlicher oder Vollnarkose durchgeführt werden. Steine lassen sich auch durch Ultraschall (ESWL) zertrümmern.

Bei Tumoren muss meist zumindest ein Teil der Drüse entfernt werden. Dies wird immer in Vollnarkose durchgeführt. Bei operativen Eingriffen müssen Sie mit ca. drei Tagen stationärem Aufenthalt rechnen. Gerinnungshemmende Medikamente wie ASS oder Marcumar sollten Sie vor Interventionen in Absprache mit Ihrem Hausarzt absetzen bzw. ersetzen.

Alle oben genannten Therapien werden in der HNO-Klinik der Charité angeboten.